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Ryanair plant ein neues Drehkreuz - in Lübeck?
Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair will innerhalb eines Jahres zwei neue Drehkreuze in Europa einrichten, eines davon in Deutschland. Lübeck macht sich laut Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) "große Hoffnungen".

Ryanair-Sprecherin Caroline Baldwin bestätigte gestern den Lübecker Nachrichten, dass man mit mehreren deutschen Flughäfen in Verhandlungen sei, wollte aber keine Namen nennen. "Zwischen April 2005 und April 2006 werden wir voraussichtlich zwei neue Hubs benennen können. Die Entscheidung für das erste Drehkreuz fällt im kommenden Juni." Über die Chancen für Lübeck wollte sie keine Auskunft erteilen.

Die Financial Times Deutschland berichtet von Verhandlungen mit zwei Airports. Sie zitiert Ryanair-Chef Michael O'Leary, die Wahrscheinlichkeit für ein zweites deutsches Drehkreuz sei "sehr hoch". Die irische Fluglinie startet in Deutschland bisher von acht Flughäfen, hat aber nur in Hahn im Hunsrück (bei Frankfurt) eine feste Niederlassung mit eigenen Mitarbeitern.

Senator Halbedel bestätigte anlässlich eines Vortrags über die Aufbruchstimmung in Lübeck vor der Mittelstandsvereinigung der CDU am Mittwochabend, dass er und Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) vor vierzehn Tagen zu Gesprächen mit Ryanair in Stansted gewesen seien. "Ryanair hat sich sehr interessiert gezeigt", erzählte Halbedel. Allerdings hänge eine Entscheidung für Lübeck an dem Ausbau der Start- und Landebahn in Blankensee. Gegen die im Januar erfolgte Planfeststellung sind bereits mehrere Klagen vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig anhängig. Eine Entscheidung sei "in drei Wochen, in drei Monaten oder in neun Monaten" zu erwarten.

Halbedel geht davon aus, dass die Bauarbeiten erst im kommenden Jahr aufgenommen würden. Dann aber hätte Lübeck beste Aussichten, als drittes Ryanair-Drehkreuz ausgewählt zu werden, da Lübeck anders als Parchim oder Rostock-Laage zur Metropolregion Hamburg gehöre und beste Verkehrsanbindungen habe. Wenn alles klappe, so Halbedel, "wird sich der Flughafen schon in einem Jahr zur Jobmaschine entwickeln".

Quelle: http://www.kn-online.de/news/archiv/?id=1605376
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