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Tip
Großbrand in Pfalzfeld/Hunsrück

Ergänzungsmeldung zum Großbrand eines Industriebetriebes in Pfalzfeld
Im Industriegebiet von Pfalzfeld/Hunsrück ist heute Vormittag eine
große Werkhalle abgebrannt, dabei kam ein Mensch ums Leben. Um 09.40
Uhr ging die erste Meldung bei der Polizei in Boppard ein, die sofort
Großalarm für alle umliegenden Feuerwehren auslöste. Die Feuerwehren
haben den Brand zwischenzeitlich unter Kontrolle (Stand: 12.30 Uhr).
Nach den bisherigen Feststellungen der Polizei ergibt sich folgendes,
vorläufiges Bild:
Die betroffene Firma stellt Poymerprodukte (= Kunststoffbau- und
-werkteile) her. Die Produktionsabläufe sind mit großer
Hitzeentwicklung und der Bearbeitung von leicht entzündlichen Stoffen
verbunden.
Im Rahmen der normalen Betriebsabläufe kam es - möglicherweise durch
Funkenflug - zur Entzündung von ölhaltigen Betriebsstoffen. Innerhalb
kürzester Zeit breitete sich das Feuer aus, die Mitarbeiter flüchteten
sofort aus der Halle. Einem 54-jährigen Arbeiter gelang dies jedoch
nicht mehr. Er wurde von Feuerwehrleuten im Rahmen der Löscharbeiten
tot aufgefunden.
Die Werkhalle stand Minuten nach dem Brandausbruch lichterloh in
Flammen, wobei diese zeitweise bis zu 20 Meter hoch aus dem Dach
schlugen. Mehr als 100 Feuerwehrleute aus der Region waren in die
Löscharbeiten eingebunden. Ein Übergreifen auf weitere Gebäude der
Firma oder Nachbargrundstücke konnte verhindert werden.
Von der Feuerwehr ständig durchgeführte Messungen ergaben, dass bei
dem Brand Schadstoffe freigesetzt wurden. Aufgrund der Lage des
Betriebes und der günstigen Windverhältnisse, wurden die Rauchfahnen
und Gase überwiegend in südöstlicher Richtung abgetrieben - über
unbewohntes Gelände.
Vorsorglich waren mehrere angrenzende Firmen geräumt worden,
Wohngebiete waren nicht unmittelbar betroffen.
Dennoch waren Anwohner und vorbeifahrende Autofahrer, insbesondere auf
der nahegelegenen A 61, mittels Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen
aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten bzw. die
Lüftung abzuschalten. Nach bisherigen Informationen der Polizei wurde
als Folge der Rauchentwicklung niemand verletzt.
Mehr als die Hälfte der riesigen Halle (ca. 160 x 30 Meter) sind
abgebrannt, die Erforderlichkeit eines Gesamtabrisses wird zu prüfen
sein. Der Sachschaden dürfte sich auf mehrere Millionen Euro belaufen.
Die Brandermittler der Kripo können erst nach Auskühlen des Brandortes
mit der Spurensicherung beginnen. Ein Ergebnis dieser Untersuchungen
ist vermutlich erst in mehreren Tagen zu erwarten.

Quelle:http://www.polizei.rlp.de

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