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Sollen Arbeitslose zum Spargelstechen? |
Mit Zurückhaltung haben rheinland-pfälzische Bauernvertreter auf Pläne der Bundesagentur für Arbeit reagiert, Arbeitslose verstärkt in der Landwirtschaft einzusetzen.
"Ich bin nach wie vor dagegen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, Franz Schatt. Für Tätigkeiten wie etwa das Spargelstechen fehle es Arbeitslosen an Motivation. Besonders Menschen, die zuvor am Schreibtisch gesessen hätten, gewöhnten sich kaum an die Arbeit. Nach einem Tag in gebückter Haltung wären die Rückenbeschwerden am nächsten Tag so groß, dass sich viele gleich krankschreiben ließen. Sinnvoller sei, Arbeitslose für eigentliche landwirtschaftliche Tätigkeiten wie das Anleiten von Saisonkräften oder das Schlepperfahren umzuschulen.
Die Bundesagentur hatte angekündigt, sie wolle Erwerbslose zunehmend in Stellen vermitteln, die bisher Ausländer innehaben. Im letzten Jahr waren 870.000 Arbeitsgenehmigungen für Beschäftigungen erteilt worden, bei denen angenommen wurde, dass dafür keine inländischen Arbeitslose zu finden seien. Das seien in erster Linie Jobs in der Gastronomie und der Landwirtschaft gewesen, wie etwa beim Spargelstechen.
Quelle: http://www.swr.de
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