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Längere Rollbahn soll trotz Protesten kommen |
Die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH will trotz der Einsprüche von Naturschützern den Ausbau der Landebahn wie geplant bis Mitte 2006 fertigstellen. Auf dem Flughafen trafen sich erstmals die Landtagsausschüsse Wirtschaft und Verkehr der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz.
Die Flughafen-Gesellschaft will die Rollbahn von derzeit 3.045 Meter auf 3.800 Meter erweitern, damit Langstrecken-Frachtflugzeuge Hahn anfliegen können. Die starke Nachfrage von Frachtlinien aus aller Welt könne derzeit nicht befriedigt werden, sagte Geschäftsführer Jörg Schumacher. So wolle die Air France Cargo künftig vom Hahn aus Chicago ansteuern. Der Ausbau soll nach jüngsten Angaben 30 Millionen Euro kosten.
Der Naturschutzbund und der BUND hatten nach dem Fund einer seltenen Fledermausart einen vorläufigen Baustopp erwirkt. Das Oberlandesgericht Koblenz will am 25. April über die Eilanträge entscheiden.
Verkehrsanbindung zum Hahn beraten
Die Landtagsausschüsse der beiden Bundesländer berieten bei ihrem Treffen unter anderem über die Verkehrsanbindung des Hunsrück-Flughafens. Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Mainzer Landtag, Elke Kiltz, forderte erneut eine umweltverträgliche Entwicklung des Flughafens. Sie kritisierte, dass sich die Fraport AG bei dem Treffen nicht auf eine Investitionszusage für den Ausbau der Zugverbindung zum Hahn eingelassen habe. Beide Bundesländer unterstützen diese Ausbaupläne. Für die Zugverbindung zwischen Bingen und Hahn sind derzeit rund 100 Millionen Euro Baukosten veranschlagt.
Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) betonte, dass Rheinland-Pfalz bei den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG weiter auf die Schienenanbindung drängen werde. Auch der Ausbau der B 50 bleibe auf der Tagesordnung.
Quelle: http://www.swr.de
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