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Betrugsverfahren gegen Studenten

Bis zu 3.000 Schüler und Studenten in Rheinland-Pfalz müssen möglicherweise mit Betrugsverfahren rechnen, weil sie in ihren Bafög-Antrag falsche Angaben zu ihrem Vermögen gemacht haben. Entsprechende Zahlen nannte die Generalstaatsanwaltschaft in einem Bericht des Magazins "Focus". Demnach müssen bundesweit mehr als 40.000 Studenten und Schüler, die in den Jahren 2001 und 2002 zu Unrecht Bafög bezogen haben, rund 226 Millionen Euro zurückzahlen. Dies sei laut Bundesbildungsministerium der Stand zum 31. Juli, neue Daten würden zum 31. Dezember erhoben. In Rheinland-Pfalz beläuft sich die Summe der Rückforderungen nach Angaben des Wissenschaftsministeriums mit Stand 31. Juli auf insgesamt 5,7 Millionen Euro. Beim Schülerbafög seien 483 Fälle mit falschen Angaben aufgedeckt und 1,3 Millionen Euro zurückgefordert worden, bei den Studenten in 964 Fällen 4,4 Millionen Euro. Der bisherige Rücklauf lag nach Angaben von Ministeriumssprecher Michael Au bei 925.000 Euro der Schüler und 2,7 Millionen von den Studenten. Die Betroffenen hatten zu viel Bafög bekommen, weil sie bei ihrem Antrag nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) ein geringeres Vermögen als vorhanden angegeben hatten. Der Betrug wurde bei einer groß angelegten Überprüfung entdeckt. Die meisten Fälle seien bereits überprüft und würden der Generalstaatsanwaltschaft der jeweiligen Länder weitergemeldet, hieß es aus den zuständigen Landesministerien. Wie viele Betrugsverfahren schließlich daraus entstehen, war zunächst nicht abzusehen.

Quelle:http://www.swr.de

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