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17-Jähriger musste in Toilette wohnen

Mit einer fragwürdigen erzieherischen Maßnahme sorgt eine Einrichtung der Jugendhilfe in Kirn für Wirbel. Nach SWR- Informationen ist ein Junge zur Strafe tagelang in einem Toilettenraum einquartiert worden.

In der Einrichtung leben schwer erziehbare Jugendliche in betreuten Wohnungen. Der 17-Jährige verbrachte insgesamt acht Nächte in dem Toilettenraum, mit einer einfachen Matratze auf dem Boden und einem eigenen Schlüssel für den Raum. Schließlich vertraute sich der Junge dem Besitzer eines Kiosks in der Nähe an. Dieser verständigte den Bürgermeister des Ortes, der sich an die Behörden wandte.

Seit elf Monaten lebt der 17-Jährige in der Kirner Einrichtung der KISS (Kreuznacher Initiative: schafft Stellen). Der Leiter der Einrichtung erklärte, in der bisherigen, ihm zur Verfügung gestellten Wohnung habe der Junge Chaos verursacht. Die hygienischen Zustände dort seien nicht mehr zu tolerieren gewesen. Weil kein anderer Raum zur Verfügung gestanden habe, sei die Toilette als neue Bleibe gewählt worden. Dies sei ein Fehler gewesen, räumte der Leiter ein. Die zuständigen Jugendämter wollen den Fall nun prüfen.

Quelle:http://www.swr.de

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