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FDP gegen Schließung von Grundschulen

Die Liberalen im Land wollen auch künftig in jedem Dorf eine Grundschule anbieten - trotz starken Rückgangs von Schulanfängern. Die FDP plädierte als Alternative für jahrgangsübergreifende Klassen. CDU, Grüne und VBE wiesen diesen Vorschlag zurück.

Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Nicole Morsblech, warnte zum Auftakt der Aktion "die Schule im Dorf lassen" vor einer Situation wie im benachbarten Saarland. Dort soll jede dritte Grundschule geschlossen werden. Das dürfe es in Rheinland-Pfalz auf keinen Fall geben. 18 Prozent weniger Einschulungen bis 2015 und 35 Prozent weniger bis 2050 müssten anders aufgefangen werden, betonte Morsblech. Denkbar sei beispielsweise jahrgangsübergreifender Unterricht, bei dem eine oder mehrere Klassenstufen in einer Klasse unterrichtet würden.

Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) hatte wenige Tage zuvor gesagt, dafür bestehe derzeit noch kein Bedarf. Morsblech beklagte, dass in Eppenbrunn (Kreis Pirmasens) bereits die Schließung einer Grundschule rechtskräftig beschlossen sei. Ein privater Förderverein kämpfe um den Fortbestand der gefährdeten Grundschulen in Höheneinöd und Hermersberg in der Südwestpfalz.

Vorschlag der FDP umstritten

Die CDU hält die Einklassen-Grundschule für "wenig praktikabel". Die Grünen sehen in dem Vorstoß der FDP die "Ratlosigkeit" der Landesregierung, die Auswirkungen des demographischen Wandels zu bewältigen. Der Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Johannes Müller, betonte ein "Dorfschulkonzept" vergangener Tage könne kein zeitgemäßes pädagogisches Angebot für die Anforderungen von morgen sein.

Quelle:http://www.swr.de

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