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Staatsanwalt ermittelt gegen Jugendeinrichtung |
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Die mutmaßliche Misshandlung eines 17-jährigen Jugendlichen in einer Einrichtung der Jugendhilfe in Kirn hat offenbar rechtliche Konsequenzen. Nach SWR-Informationen ermittelt die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach. Seit dem 19. November würden der Geschäftsführer der Einrichtung KISS (Kreuznacher Initiative: schafft Stellen) und der zuständige Sozialpädagoge wegen des Verdachts der Misshandlung von Schutzbefohlenen überprüft. Am Dienstag war bekannt geworden, dass der Jugendliche zur Strafe tagelang in einem Toilettenraum untergebracht war. Der Junge lebt inzwischen in einer anderen Wohnung in Idar-Oberstein. In der Einrichtung leben schwer erziehbare Jugendliche in betreuten Wohnungen. Der 17-Jährige verbrachte acht Nächte in dem Toilettenraum, mit einer einfachen Matratze auf dem Boden und einem eigenen Schlüssel für den Raum. Schließlich vertraute er sich dem Besitzer eines Kiosks in der Nähe an. Dieser verständigte den Bürgermeister des Ortes, der sich an die Behörden wandte. Der Leiter der Einrichtung erklärte, in der bisherigen, ihm zur Verfügung gestellten Wohnung habe der Junge Chaos verursacht. Die hygienischen Zustände dort seien nicht mehr zu tolerieren gewesen. Weil kein anderer Raum zur Verfügung gestanden habe, sei die Toilette als neue Bleibe gewählt worden. Dies sei ein Fehler gewesen, räumte der Leiter ein.
Quelle:http://www.swr.de
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